Neubau der Synagoge in Gelsenkirchen

Gelsenkirchen: Richtfest an der neuen Synagoge
Die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen hat am Vormittag im Beisein von Landes-Bauminister Oliver Wittke für die neuen Synagoge Richtfest gefeiert. Bis zum November soll das Gemeindezentrum in der Gelsenkirchener City fertig gestellt sein, zu dem auch eine Gebetshalle, Büros und Schulungsräume zählen. Die neue Synagoge wird an der gleichen Stelle aufgebaut, an der das alte jüdische Gotteshaus in der Reichspogromnacht durch die Nazis zerstört wurde. NRW-Bauminister Oliver Wittke würdigte in seiner Rede den vor wenigen Tagen verstorbenen Chef des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel. Dieser hatte vor anderthalb Jahren die Grundsteinlegung vorgenommen. Die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen will ab November die Türen nicht nur für Juden, sondern für Gläubige aller Religionen öffnen. Von ehemals 1.800 Mitgliedern zählt die Gemeinde heute etwa 450 gläubiger Juden.
Quelle: WDR 04.05.2006

Architekt: Dipl.-Ing. R. Christfreund und Dipl.-Ing. B. Mihsler Gelsenkirchen
Bauleitung: Dipl.-Ing. U. Piel vom Büro Christfreund + Mihsler

ausgeführte Arbeiten:

  • Beton- und Stahlbetonarbeiten
  • Maurerarbeiten
  • Erd- und Entwässerungsarbeiten

 

Nachrichten beim Baubeginn im August 2005:

In Gelsenkirchen haben heute (22.08.2005) die Bauarbeiten für eine neue Synagoge begonnen. Im März soll Richtfest sein, die Einweihung ist für November kommenden Jahres vorgesehen. Nach dem Synagogenneubau in Duisburg im Jahre 1999 ist es das zweite jüdische Gotteshaus, das seit dem zweiten Weltkrieg in der Region entsteht.
Wo im Gelsenkirchener Stadtteil Buer in den nächsten 15 Monaten die neue Synagoge entsteht, stand bis 1938 die alte Synagoge. Sie war 1885 erbaut worden und ist in der Reichspogromnacht von den Nazis niedergebrannt worden. Architektonische Ähnlichkeiten mit der alten Synagoge wird der Neubau nicht haben. Vielmehr entsteht ein Gemeindezentrum mit Räumen für Gebet, Versammlungen, Schulungen und vier Wohnungen. Die Gemeinde, die Stadt und das Land NRW haben gemeinsam fünf Millionen Euro aufgebracht. Zum Richtfest im März soll es eine große Feier geben, zu der auch der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel eingeladen wird. Weitere Synagogenbauten sind in Bochum und Recklinghausen geplant.
Quelle: WDR 2 Radio

© Copyright 2011 Schweers GmbH & Co. Hoch- und Stahlbetonbau KG