Seminargebäude Bochum


Zwei Lehrämter in einem Haus

07.12.2006 / Lokales / Bochum

Von Jörg Kolesza

Nach nur vier Monaten Bauzeit wurde gestern in unmittelbarer Nähe zur Fachhochschule Richtfest für ein neues Lehrgebäude gefeiert. Auf einer Freifläche der Universität, an der Kreuzung Lennershofstraße und der Straße Im Westenfeld, entsteht ein Haus für die Lehrerausbildung während des Referendariats. Bauherr für das etwa 1000 Quadratmeter große „Studienseminar für Lehrämter“ ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW.

„Ich bin gewiss, dass das ein Ort pädagogischen Fortschritts ist“, so Jürgen Schreier, der langjährige leitende Regierungs-Schuldirektor in seiner Grußrede. Das neue „Studienseminar“ wird Platz für 16 Ausbilder und rund 300 „Studenten“ haben. Zwölf Seminarräume, dazu ein Büro- und Verwaltungstrakt wurden von rund 60 Handwerkern errichtet. Schon Ende März 2007 soll das Gebäude bezugsfertig sein. „Wir können hier die Seminare für das „Lehramt an Gesamtschulen und Gymnasien“ sowie das Seminar für das „Lehramt für die Primarstufe“ in einem Gebäude unterbringen“, erklärt Angela Weirath, Leiterin der Einrichtung.

Bisher finden die Ausbildungen an verschiedenen Orten statt: Die „Lehrerausbildung für Gymnasien und Gesamtschulen“ ist am Ostring, die für Primarstufen-Lehrer in der Liboriusstraße. „Die zweite Phase der Lehrerausbildung bekommt jetzt eine Adresse“, freute sich Angela Weirath. In dieser zweiten Phase erhalten Referendare zusätzliche theoretische Qualifikationen in dem neuen Haus. Insgesamt gebe es drei Phasen in der Lehrerausbildung. Ausgebildete Lehrer nach dem Referendariat werden ebenfalls in Seminaren weitergebildet und bei ihrer Unterrichtstätigkeit didaktisch und methodisch unterstützt.

„Das Gebäude schärft das Profil unserer Stadt“, so Bürgermeisterin Erika Stahl zum Bildungsstandort Bochum. Rund 1,4 Mio Euro kostet der Neubau. Das Richtfest feierten rund 60 Gäste, darunter Vertreter der Arnsberger Bezirksregierung und des NRW-Ministeriums für Schule. Ottmar Bay, Polier der ausführenden Stahl-Beton-Baufirma Schweers (Borken) beschwor das sprichwörtliche Glück durch Scherben. Unter dem Richtkranz riet er seinem Kollegen: „Schmettere dies Glas zur Stunde, geweiht sei dies Haus im Grunde.“ Rund 300 Referendare sollen hier ausgebildet werden: Was bisher am Ostring und an der Liboriusstraße geschah, soll ab März 2007 an der Lennershofstraße unter einem neuen Dach passieren. Dafür stehen rund 1000 Quadratmeter zur Verfügung.
Quelle: WAZ, Michael Korte

Bauherr: BLB NRW Dortmund
Auftraggeber: bauart massiv
Bauleitung: R. Klose, bauart massiv

Ausgeführte Arbeiten:

  • Beton- und Stahlbetonarbeiten
  • Entwässerungsarbeiten
  • Mauerwerksarbeiten
  • Abdichtungsarbeiten

© Copyright 2011 Schweers GmbH & Co. Hoch- und Stahlbetonbau KG