Baustellenbegehung im alten Rathaus Borken

…die Borkener Zeitung berichtet:

Wie sieht das „alte Rathaus“ in Borken mittlerweile aus? Bei einer Baustellenbegehung konnten sich Interessierte am Mittwochabend einen Eindruck davon verschaffen, wie sich das geschichtsträchtige Gebäude seit Baubeginn verändert hat.

BORKEN. Baustelle betreten erlaubt, hieß es am Mittwochabend am „alten Rathaus“ – aber bitte nur mit Baustellenhelm. Darauf mussten Markus Kaling, projektleitender Architekt der Stadt Borken, Museumsleiterin Dr. Britta Kusch-Arnhold und Projektmitarbeiterin Anne Büning bestehen. So konnte die Führung mit siebzehn Interessierten hinter dem Bauzaun beginnen.

Weitere Wände werden fallen

Wie hat sich das zum Teil denkmalgeschützte Gebäudes seit Baubeginn im Oktober verändert? Das Gebäude ist fast bis zum Rohbau entkernt. „Es müssen noch weitere Wände abgerissen werden“, erklärte Kaling. Der bisherige Passagenbereich als direkter Durchgang zwischen Markt und De-Wynen-Platz ist nicht mehr vorhanden. Die Großzügigkeit der Räumlichkeiten als künftiges Foyer und künftige Ausstellungsräume für das „Forum für Kunst und Gegenwart“ ist schon erkennbar. Ebenso im ersten Geschoss, wo verschiedene Vereine, insbesondere der Heimatverein, Projekträume zur Verfügung gestellt bekommen. Großes Interesse findet der Einbau der Fahrstühle. Hier müssen zwischen den Geschossen und Etagen Höhenunterschiede bis zu einem Meter überwunden werden.

Für die Ausstellungsräume im Nordflügel werden die Fenster zugemauert, führte Architekt Kaling weiter aus. Neben diesen Umbauarbeiten werde auch eine energetische Ertüchtigung des Gebäudes bei der Neuordnung der Ausstellungsbereiche mit der Schaffung unterschiedlicher Klimazonen einhergehen. Dies sei unabdingbar, um den musealen Anforderungen gerecht zu werden.

 

Unterschiedliche Fußbodenhöhen

Den Belangen der Barrierefreiheit muss trotz der unterschiedlichen Höhenlagen von Vorder- und Hinterausgang entsprochen werden. Problematisch seien hier auch die unterschiedlichen Fußbodenhöhen in den einzelnen Gebäudetrakten. Auch sei es eine große Herausforderung, dass die Gebäudesubstanz in einigen Fällen deutlich von den Bauplänen abweiche. Besondere Rücksichtnahme müsse bei den gesamten Bauarbeiten, beispielsweise Erschütterungen, auf die historische Heilig-Geist-Kirche genommen werden.

Nach einer Sitzung fanden auch einige Stadtratsmitglieder den Weg in das alte Rathaus, um sich der Baustellenbesichtigung anzuschließen.

Zum Ende der Baustellenbegehung gab es auf die Frage nach dem Zeitfaktor und den Kosten, eine glasklare Antwort vom verantwortlichen Architekten Markus Kaling: „Wir sind im Plan.“

Quelle: www.borkenerzeitung.de

Foto: borkenerzeitung

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