Es geht los – Baubeginn beim Haus für Jung&Alt

Die Grafschafter Diakonie berichtet:

Meerbecker profitieren von Pflege im Stadtteil / Gutes Zusammenwirken mit Stadt und Kirchengemeinde / Baubeginn ist erfolgt

Moers, Bauschild

Am 1.6. hatten die Geschäftsführer Carsten van der Werth und Dietrich Mehnert  das Bauvorhaben der Presse vorgestellt, nun ist es soweit: Die Grafschafter Diakonie baut  das „Haus für Jung und Alt“.

Die Baugrube ist ausgehoben, das Grundstück abgesteckt, der Rohbauer Fa. Schweers aus Borken wird die Bodenplatte legen. Kranwagen und weitere Baumaschinen werden das Grundstück neben dem alten Kindergarten weiter ausfüllen.

Die Stadt Moers hatte am 4.5.2016 den Bauantrag für das von der Grafschafter Diakonie gGmbH – Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers seit 2011 verfolgte Projekt genehmigt. Die Durchführung beschlossen hat nach umfangreichen Abstimmungen mit der Stadt, dem Kreis Wesel, Landschaftsverband Rheinland und Evangelischer Kirchengemeinde Meerbeck der Aufsichtsrat der Grafschafter Diakonie im Herbst 2015 mit einem Investitionsvolumen von 7 Mio. €.  Finanziert wird aus Eigenmitteln der Gesellschaft und Darlehen der KfW.

Wenn die Kräne im Spätsommer 2017  verschwunden sind, ziehen in dem neu gebauten „Haus für Jung und Alt“ 42 Seniorinnen und Senioren mit erhöhtem Pflegebedarf sowie die  Kinder und Erzieherinnen einer fünfgruppigen Kindertagesstätte ein. Der Johannes-Kindergarten der ev. Kirchengemeinde Meerbeck ist dann im Erdgeschoss zu finden, die beiden Wohngruppen der neu errichteten Pflegeeinrichtung der Grafschafter Diakonie in den beiden Geschossen darüber. Jetzt siegt der  Kita-Jahrgang  2016/17 aus dem alten Haus nebenan  das neue Haus wachsen.

„Wir freuen uns, diese besondere Einrichtung im Stadtteil realisieren zu können“, sagt Geschäftsführer Carsten van der Werth. In Moers-Meerbeck gebe es ein ausgeprägtes Stadtteilbewusstsein, jedoch kein stationäres Pflegeangebot. „Die Menschen müssen bei  Bedarf ihr Quartier verlassen.“ Obwohl große Einrichtungen wie das 126-Plätze-Haus Rudolf-Schloer-Stift am Moerser Schlosspark wirtschaftlich vorteilhafter sind, realisiert die Diakonie das auf den Stadtteil zugeschnittene Angebot. „Für die quartiersnahe Versorgung reichen kleinere Einheiten meist aus und für unsere größeren Häuser in Moers und Neukirchen-Vluyn bedeutet das Angebot eine sinnvolle Ergänzung.“

Bis Kinder und pflegebedürftige Senioren nun zusammen unter ein Dach kommen können, ist es ein langer Weg gewesen: Ursprünglich sollten neben dem Pflegeheim und der neuen Kita-Heimat auch ein Tagespflegeangebot, ein Stadtteiltreff sowie barrierefreie Wohnungen entstehen. 2013 musste sich die Diakonie aus Kostengründen von einer ambitionierten Planung in der Sache verabschieden. Eine alternative Lösung brachten jedoch intensive Gespräche mit der Stadt und der Ev. Kirchengemeinde. Hintergrund: Der Stadt fehlten 70 Kindergartenplätze in Moers-Meerbeck, sodass ein städtischer Neubau unumgänglich schien. Das Bauvorhaben konnte die Stadt Moers nach Gesprächen mit der ev. Kirchengemeinde aufgeben. Denn diese erklärte sich bereit, den Mangel an Kitaplätzen aufzufangen, indem die eigene Einrichtung nun in fünf Gruppen Platz für den Meerbecker Nachwuchs bieten sollte. Bisher sind es nur drei Gruppen.

Im Gegenzug erklärte sich die Stadt Moers bereit, für die Finanzierung der zusätzlichen Gruppen zu sorgen. Eine Lösung, von der nun alle Beteiligten profitieren.

Dass die ursprüngliche Idee vom Bau altengerechter Wohnungen nun ebenfalls umgesetzt wird, ist den Abstimmungen mit der Kirchengemeinde zu verdanken: Das Meerbecker Presbyterium entschied, einen Teil des über 4.000 Quadratmeter großen Grundstücks an den Investor AIP Wohnen zu verkaufen, der mit seinem Planungsbüro auch die ambitionierte Planung für das „Haus für Jung und Alt“ übernommen hat. Die Fläche wird mit altengerechten Eigentumswohnungen bebaut.

Und wie wird das Leben der Generationen im neuen Haus aussehen?
Darüber haben beide Seiten schon erste Vorstellungen entwickelt: Man will sich gegenseitig einladen, wenn es Feierlichkeiten gibt, die Kleinen werden bei Festen zum Singen vorbeikommen, gemeinsame Spielenachmittage werden organisiert. Es bestehen enge Kontakte zum „Interkulturellen Seniorennetzwerk 55 plus“ unter der Trägerschaft der Kirchengemeinde. Die von älteren Meerbeckern, einheimisch oder zugewandert, selber organisierten interkulturellen Gruppen und Aktionen des Netzwerkes sind auch für die Bewohner der Pflegeeinrichtung offen.

Parallel zum Bauvorhaben und dem Beginn der Arbeit im neuen Haus für Jung und Alt in der Blücherstraße planen wir einen weiteren Schritt mit einem Nachbarschaftsprojekt. Zielgruppe sind Menschen, die nicht von sich aus auf die Angebote von 55+ zugehen. Um sie zu erreichen, soll ein neuer Besuchsdienstkreis in Verbindung mit einem Tagesstübchen aufgebaut werden.

Im „Stadtteil der Vielfalt“, von dem das integrierte Handlungskonzept NEU:MEERBECK spricht, firmiert das „Haus für Jung und Alt“ unter C 6. (Maßnahme Seniorenwohnen Galgenbergsheide/Blücherstraße). Die Grafschafter Diakonie gGmbH – Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers realisiert mit dem Bauvorhaben einen ersten großen Schritt im zukunftsträchtigen Meerbecker Handlungskonzept.

All dies wird bei den künftigen Bewohnern der neuen Meerbecker Pflegeeinrichtung für Lebensqualität sorgen. Und: Die Pläne zeigen einen ansprechend gestalteten Neubau mit großzügigen Aufenthaltsräumen und einer schön gestalteten Terrasse.

Bis zur Grundsteinlegung – er wird im Eingang (Erdgeschoss) vermauert – ist es noch einige Zeit.  Die Grafschafter Diakonie wird Nachbarn und alle am Projekt Beteiligte rechtzeitig einladen.

Foto/ Text: www.grafschafter-diakonie.de

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